Horizontalbohrung für Nahwärme- und Versorgungsleitungen

Horizontalbohrung für Nahwärme

Bei der Verlegung von Nahwärme- und Versorgungsleitungen sind offene Rohrgräben nicht überall möglich oder wirtschaftlich sinnvoll. Bestehende Hofflächen, Zufahrten, Straßen, Gebäude, Gärten oder andere Hindernisse können die Leitungsführung erheblich erschweren.


Mit dem Horizontalbohrverfahren können Leitungen unter solchen Bereichen hindurchgeführt werden, ohne den gesamten Leitungsweg aufgraben zu müssen. Das ist besonders bei bestehenden landwirtschaftlichen Betrieben, Gewerbeflächen und Nahwärmenetzen eine interessante Lösung.



Je nach Bodenverhältnissen und örtlichen Gegebenheiten können mit dem eingesetzten Horizontalbohrverfahren:


  • Bohrungen bis zu 200 m Länge am Stück
  • Bohrdurchmesser bis 350 mm

realisiert werden.


Nach Herstellung der Bohrung werden die benötigten Leitungen mit einem Einziehkopf durch den vorbereiteten Bohrkanal eingezogen.


Die Leitungen werden eingezogen

Nahwärme, Wasser, Kabel und Leerrohre gleichzeitig verlegen


Ein großer Vorteil der Horizontalbohrung besteht darin, dass nicht nur eine einzelne Nahwärmeleitung eingezogen werden muss.


Je nach Projekt können mehrere Versorgungsleitungen gleichzeitig verlegt werden, zum Beispiel:


  • Wärmeleitungenleitungen
  • Wasserleitungen
  • Strom- und Versorgungskabel
  • Daten- und Steuerleitungen
  • Leerrohre bis 110 mm Durchmesser

So können mehrere Gebäude in einem Arbeitsgang mit Wärme, Wasser, Strom und weiteren Versorgungsleitungen verbunden werden.


Zusätzliche Leerrohre bieten außerdem die Möglichkeit, spätere Erweiterungen vorzubereiten. Neue Kabel oder andere Leitungen können dadurch gegebenenfalls nachträglich eingezogen werden, ohne erneut größere Erdarbeiten durchführen zu müssen.


Was kostet eine Horizontalbohrung?

Als grober Richtwert liegen die Kosten für eine Horizontalbohrung bei etwa 80 bis 120 Euro pro Meter.


Die tatsächlichen Kosten sind jedoch immer vom jeweiligen Projekt abhängig. Entscheidend sind unter anderem:


  • Länge der Bohrung
  • erforderlicher Bohrdurchmesser
  • Bodenverhältnisse
  • Anzahl und Dimension der einzuziehenden Leitungen
  • Zugänglichkeit der Baustelle
  • erforderliche Start- und Zielgruben
  • örtliche Gegebenheiten



Eine genaue Kalkulation erfolgt deshalb immer individuell für das jeweilige Bauvorhaben.

Gerade bei befestigten Hofflächen, Zufahrten oder anderen Bereichen kann die Horizontalbohrung interessant sein, weil großflächiges Aufgraben und die anschließende Wiederherstellung der Oberfläche vermieden oder deutlich reduziert werden können.



Weniger Erdarbeiten auf Hof und Betriebsgelände


Bei der Horizontalbohrung werden hauptsächlich die notwendigen Start- und Zielbereiche geöffnet.

Der dazwischenliegende Leitungsweg kann weitgehend geschlossen bleiben.


Dadurch eignet sich das Verfahren besonders für:


  • landwirtschaftliche Hofstellen
  • Gewerbe- und Industriebetriebe
  • Wohnanlagen
  • Nahwärmenetze
  • bestehende Gebäude und Außenanlagen
  • befestigte Hof- und Verkehrsflächen



Auch bei der nachträglichen Erweiterung bestehender Heizungs- und Nahwärmeanlagen kann die Horizontalbohrung eine interessante Möglichkeit sein, weitere Gebäude anzuschließen.



Horizontalbohrung als Teil eines Nahwärmenetzes


Gerade bei Hackschnitzel- und Biomasseheizungen befindet sich die zentrale Heizanlage häufig in einer separaten Heizzentrale.


Von dort wird die erzeugte Wärme über Nahwärmeleitungen zu Wohnhäusern, Stallungen, Werkstätten, Hallen oder weiteren Verbrauchern transportiert.


Mit einer Horizontalbohrung können solche Leitungsverbindungen auch dort hergestellt werden, wo eine durchgehend offene Verlegung nur mit erheblichem Aufwand möglich wäre.



Werden gleichzeitig Nahwärmeleitung, Wasserleitung, Kabel und Leerrohre eingezogen, entsteht in einem Arbeitsgang eine umfassende Versorgungsverbindung zwischen den Gebäuden.


Planung und Umsetzung aus einer Hand

Die Heinz Röhrs GmbH plant und realisiert Hackschnitzelheizungen, Biomasseanlagen und Nahwärmenetze für Landwirtschaft, Gewerbe und größere Gebäude.


Dabei betrachten wir nicht nur die Heizzentrale selbst, sondern auch die Verteilung der erzeugten Wärme zu den angeschlossenen Gebäuden und Verbrauchern.


Die Horizontalbohrung bietet uns dabei eine weitere Möglichkeit, Nahwärme- und Versorgungsleitungen auch unter anspruchsvollen örtlichen Bedingungen zu verlegen.



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